📖 Die Geschichte
Eine einfache Idee, ein Netzwerk von Helfern in aller Welt — und über Jahre die weltweit größte Sammlung selbstgemachter Straßenfußbälle.
Inspiriert von einem „Socken-Ball" aus Afrika, den er von einem befreundeten Missionar erhalten hatte, begann Hans-Martin Haist — der in Freudenstadt im Schwarzwald die Kinder- und Jugendwerkstatt EIGEN-SINN leitete und bei seiner Arbeit gerne auf den Sport, namentlich aufs „runde Leder", setzte — Streetworker, Sozialarbeiter und Kirchenmitarbeiter aus aller Welt zu kontaktieren, mit der Bitte, ihm entsprechende Bälle Marke Eigenbau zu schicken.
So entstand seit 2005 eine weltweit einzigartige Sammlung — mit über 300 Bällen aus rund 50 Ländern, die durch ihre Machart und die verwendeten Materialien, aber auch durch die damit verbundenen Geschichten beeindrucken.
So lud Hans-Martin Haist Menschen in aller Welt ein, mitzusammeln — mit seinen eigenen Worten:
„Aus einer einfachen Idee wurde inzwischen die weltgrößte Sammlung und Ausstellung von selbstgemachten Straßenfußbällen und wunderbaren Bildern und Videos aus aller Welt. … Bitte sammeln Sie mit, gemeinsam gestalten wir ein einmaliges Kunstwerk und Mahnmal gegen den Materialismus. Wir haben schon viel bewirkt, wir wollen noch mehr. Danke, dass Sie dabei sind — unsere Sammlung macht SINN."— Hans-Martin Haist, „Mit wenig ganz viel bewirken"
Das Anliegen der Ausstellung ist es, die Situation von (Straßen-)Kindern und benachteiligten Kindern ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Immerhin gibt es über 100 Millionen Straßenkinder auf dieser Welt. Mit der Ausstellung sollen diese Kinder Gehör finden und gesehen werden.
Frei nach dem Motto „Global sehen – vor Ort handeln" baut die Ausstellung eine Brücke von der Faszination Fußball hin zum tatkräftigen Helfen — hin zum in Freudenstadt beheimateten Projekt „Kinderwerkstatt" EIGEN-SINN. Die Erlöse aus den Aktionen sichern die fachliche Hilfe für die Kinder, die dort betreut werden.
Hans-Martin Haist leitete die Kinder- und Jugendwerkstatt EIGEN-SINN in Freudenstadt und trug ab 2005 diese einzigartige Sammlung zusammen. 2023 ist er verstorben. Was er begonnen hat, lebt weiter.
2023 hat Hans-Martin mir die Sammlung gezeigt und sie mir anvertraut — mit der Bitte, sein Werk weiterzuführen. Genau das tue ich: die Sammlung bewahren, sichtbar machen und in ihrem Sinn weitertragen.