Ausstellung „Fußbälle von Kindern aus aller Welt

📖 Die Geschichte

Wie aus einem Socken-Ball eine Weltsammlung wurde

Eine einfache Idee, ein Netzwerk von Helfern in aller Welt — und über Jahre die weltweit größte Sammlung selbstgemachter Straßenfußbälle.

Die Entstehung

Inspiriert von einem „Socken-Ball" aus Afrika, den er von einem befreundeten Missionar erhalten hatte, begann Hans-Martin Haist — der in Freudenstadt im Schwarzwald die Kinder- und Jugendwerkstatt EIGEN-SINN leitete und bei seiner Arbeit gerne auf den Sport, namentlich aufs „runde Leder", setzte — Streetworker, Sozialarbeiter und Kirchenmitarbeiter aus aller Welt zu kontaktieren, mit der Bitte, ihm entsprechende Bälle Marke Eigenbau zu schicken.

So entstand seit 2005 eine weltweit einzigartige Sammlung — mit rund 250 Bällen aus mehr als 40 Ländern, die durch ihre Machart und die verwendeten Materialien, aber auch durch die damit verbundenen Geschichten beeindrucken.

Für seine Sammlung schrieb Hans-Martin rund 3000 E-Mails in alle Welt. Sein Ziel: aus jedem Land, in dem es Straßenkinder gibt, einen Ball — „damit meine Sammlung ein Leuchtturm-Projekt wird".
— Hans-Martin Haist

Der älteste Ball der Sammlung stammt von 1945 aus dem Schwarzwald: aus Fahrradschläuchen, in Streifen geschnitten und zu einer Kugel geklebt. „Somit gab es nach dem Krieg auch in Deutschland Straßenkinder", stellte Hans-Martin klar. Die Bandbreite der Materialien ist riesig — alte Socken, Bananenblätter, Schweineblasen, Blechbüchsen, Stoffreste, Papier, Plastiktüten, Kronkorken, getrockneter Seetang: geschnürt, geknotet oder geklebt.

Hans-Martins Aufruf

So lud Hans-Martin Haist Menschen in aller Welt ein, mitzusammeln — mit seinen eigenen Worten:

„Aus einer einfachen Idee wurde inzwischen die weltgrößte Sammlung und Ausstellung von selbstgemachten Straßenfußbällen und wunderbaren Bildern und Videos aus aller Welt. … Bitte sammeln Sie mit, gemeinsam gestalten wir ein einmaliges Kunstwerk und Mahnmal gegen den Materialismus. Wir haben schon viel bewirkt, wir wollen noch mehr. Danke, dass Sie dabei sind — unsere Sammlung macht SINN."
— Hans-Martin Haist, „Mit wenig ganz viel bewirken"

Unser Anliegen: „Global sehen – vor Ort handeln"

Das Anliegen der Ausstellung ist es, die Situation von (Straßen-)Kindern und benachteiligten Kindern ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Immerhin gibt es über 100 Millionen Straßenkinder auf dieser Welt. Mit der Ausstellung sollen diese Kinder Gehör finden und gesehen werden.

Frei nach dem Motto „Global sehen – vor Ort handeln" baut die Ausstellung eine Brücke von der Faszination Fußball hin zum tatkräftigen Helfen — hin zum in Freudenstadt beheimateten Projekt „Kinderwerkstatt" EIGEN-SINN. Die Erlöse aus den Aktionen sichern die fachliche Hilfe für die Kinder, die dort betreut werden.

Hans-Martin Haist

Hans-Martin Haist gründete 1999 die Kinder- und Jugendwerkstatt EIGEN-SINN in Freudenstadt und führte sie von der Eröffnung an als Geschäftsführer. Geboren 1957, war er systemischer Familientherapeut und leitete bereits seit 1994 das heilpädagogische Kinderheim Villa Sonnenheim in Freudenstadt. Selbst fußballbegeistert — bis zur A-Jugend kickte er bei der Spvgg Freudenstadt — verband er die Arbeit mit „seinen Kindern" gerne mit dem Sport. Ab 2005 trug er zudem diese einzigartige Sammlung zusammen. 2023 ist er verstorben. Was er begonnen hat, lebt weiter.

Die Weiterführung

2023 hat Hans-Martin mir die Sammlung gezeigt und sie mir anvertraut — mit der Bitte, sein Werk weiterzuführen. Genau das tue ich: die Sammlung bewahren, sichtbar machen und in ihrem Sinn weitertragen.

Freudenstadt, 22. Juni 2023 — meine Videobotschaft an Urs Meier, in der ich ihm die Sammlung zeige.

⚽ Jetzt auf die Bälle bieten

Auf einzelne Bälle oder die gesamte Sammlung — verdecktes Gebot, für den guten Zweck.

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Über die Stiftung EiGEN-SiNN, Verwendungszweck „Fußballsammlung".

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